Kategorie: Pressemitteilungen

Gemeinsam für ein buntes Land – Gegen rechte Hetze in Chemnitz

Gegen rechte HetzeErklärung der BDKJ-Diözesanverbände Berlin, Erfurt, Görlitz, Hamburg und Hildesheim

Als junge ChristInnen verurteilen wir jede Form von Gewalt. Dennoch darf ein Tötungsdelikt wie in Chemnitz nicht dazu führen, dass Rechtsstaatlichkeit ausgehebelt wird und so Rassismus, Antisemitismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit öffentlich zur Schau gestellt und geduldet werden.

Ein rechtsextremer und rechtspopulistischer Mob darf nicht die Straßen beherrschen.

Deshalb setzen wir uns als katholische Jugendverbände für eine vielfältige, tolerante und menschenfreundliche Gesellschaft ein. Mit der Aktion Zukunftszeit haben wir gezeigt, dass unser Land bunt ist und wir uns aktiv gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus engagieren.
Seit 2015 sind Politik und Medien auf eine angebliche Flüchtlingskrise fokussiert. Die Tatsache, dass Rechtsextremismus in vielen Orten Deutschlands zu einem immer drängenderen Problem geworden ist, wird kaum wahrgenommen. Wir appellieren anPolitiker*innen, Rechtsextremismus aktiv entgegenzutreten und Maßnahmen der rassismuskritischen Bildungsarbeit verstärkt zu fördern. Uns als Jugendverbände im Nord-Osten der Bundesrepublik ist es mit Blick auf die Ereignisse in Chemnitz besonders wichtig als Werkstätten der Demokratie wahrgenommen zu werden. Mit unserer Arbeit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Abbau von Vorurteilen und setzen uns für ein friedliches Miteinander ein.
Wir zeigen uns solidarisch mit allen Menschen, die sich für Menschenfreundlichkeit und gegen rechte Hetze einsetzen, und rufen zur Teilnahme an der #wirsindmehr-Kundgebung am Montag, den 03.09.2018 in Chemnitz auf.

Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden mit bundesweit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Kirche, Staat und Gesellschaft.